Bei dem folgenden Text handelt es sich nicht um das komplette Diplomarbeitskonzept, sondern nur um die Teile, die dem Verständnis und der Beschreibung dienen. Die Texte sind urheberrechtlich geschützt (mehr dazu).

Motivation
Ist-Situation
Ziele
Inspiration
Vorteile eines Printkalenders
Variationsmöglichkeiten
Vermarktung



MOTIVATION
Als Gestalter ist man »Opfer« der eigenen Passion. Auf dem Weg zur Arbeit analysiert man automatisch die Schriften der Plakate. Beim Feierabendbier achtet man darauf, seinen Krug auf dem Bierdeckel auszurichten. Die Geburtstagseinladung hätte man am liebsten randabfallend und mit Sonderfarbe gedruckt, und die Fotos dieser Geburtstagsfeier werden so peinlich genau nachbearbeitet, als wäre es der neue Victoria's Secret Katalog.
Überall findet man als Kreativer Inspirationen und Vorbilder. Diese alle im Kopf zu behalten ist unmöglich, meist fehlt die Möglichkeit, das alles sinnvoll zu archivieren, denn eine Sammlung in einem Ordner ist nicht im Blickfeld und eine lose
Sammlung nicht organisiert, Pinnwände sind meist unschön und Haftnotizen kleben entweder zu schwach oder zu stark.

Die Idee des addpick war, den Benutzer mit Aufgaben dazu zu bringen, sich Gedanken zu machen, zu sammeln und kreativ zu werden. Dazu die Möglichkeit, die Ergebnisse auf einfachste Art und Weise gut sichtbar und strukturiert in einem möglichst flexiblen System unterzubringen.

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IST-SITUATION
Bis jetzt gibt es nur ein sehr überschaubares Produktsortiment hinsichtlich selbst zu gestaltender Kalender. Genau genommen beschränkt es sich auf lediglich zwei verschiedene Kalendertypen:
Zum einen die typischen »Do It Yourself« Mal- und Bastel-Kalender, die jeder noch aus seiner Kindheit kennt. Zum anderen eine sozusagen weiterentwickelte Version, die Möglichkeit sich im Internet durch Auswählen verschiedener Texten, Hintergrundgrafiken etc. und das Hochladen eigener Fotos einen persönlichen Fotokalender zu gestalten. Doch bei beiden Beispielen sind die Vorlagen nicht sehr ansprechend, die Gestaltungsmöglichkeiten ziemlich begrenzt und die Bedienung der Webapplikationen ist eher kompliziert und für Laien teilweise unverständlich. Die vielfältigsten Möglichkeiten für die Zusammenstellung eines persönlichen Kalenders via Internet gibt es bei Filofax. Hier kann man sich aus inem breiten Sortiment Einbände, Inhalte und spezielles Zubehör zusammenstellen. Nur wirklich Anreiz zur Kreativität kann auch das nicht schaffen, da alles sehr schlicht, nüchtern und zurückhaltend gestaltet ist.

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ZIELE
Jede Person in einem kreativen Beruf oder Studiengang ist angehalten, ein persönliches Skizzenbuch zu führen und darin Ideen zu sammeln. Doch oft fehlt die Motivation, beim Sammeln von Inspirationen und dem Skizzieren neuer Ideen auch konsequent »bei der Stange« zu bleiben.
Der addpick, ein kombinierter Wand- und Taschenkalender in ansprechendem Design, mit monatlichen Kreativaufgaben und der Möglichkeit, gesammelte Inspirationen zu archivieren, soll hier ein Ansporn sein und die bisher in dieser Hinsicht karge Produktpalette der Kalender erweitern. Eine Kombination beider Kalenderarten soll dem Benutzer die Möglichkeit bieten, einerseits einen kleinen und mobilen Folder zu haben, in den er all seine Skizzen und Überlegungen einzeichnen kann, andererseits einen Wandkalender in den er den betreffenden Folder danach wieder einsetzen kann, und so automatisch ein Moodboard seiner Inspirationen erstellt. Der Kalender soll durch kontinuierliche Arbeit und die Beschäftigung mit den verschiedenen Themen der Kalendermonate Kreativität schulen und weiterentwickeln. Die Käufer werden so angeregt, sich über einen längeren Zeitraum mit einem speziellen Thema auseinanderzusetzen, was
bei der Entwicklung neuer Ideen sehr hilf reich sein kann. Auf diese Weise soll der addpick-Kalender den stressigen Alltag der Berufsgestalter bereichern, eine kleine Hilfe sein, sich inspirieren zu lassen und ganz neue Ideen zu entwickeln. Die Ergebnisse dieser »Fleißarbeit« sollen im Wandkalendersystem gesammelt werden und damit immer abrufbereit sein.

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INSPIRATIONEN
30. Februar von Kerstin Hack
Der Kalender und sein »Individualprinzip« inspirierten uns. Im Lieferumfang enthalten sind verschiedene Sets mit Postkarten sowie eine Plastikhülle, in die die Karten eingesteckt werden können. Auf der Vorderseite haben die Karten verschiedenste Motive, auf ihrer Rückseite Wochentage, Zahlen und Monate. So kann jeden Tag ein komplett neues Erscheinungsbild entstehen. Durch eigene Fotos, Postkarten und Arbeiten kann dieser Kalender weiter individualisiert und so die Kreativität der Kalenderkäufer weiter angeregt werden.

Calendario Bilancia von Enzo Mari für Danese Milano
Ein zeitloser, schlichter Designkalender aus drei edlen Hölzern, bereits 1954 von Enzo Mari für Danese Milano entworfen. »Il calendario« (ital.: der Kalender) und »la bilancia« (ital.: die Waage, die Bilanz), ein Spiel mit der Balance zwischen Zeit und Design. Dieser immerwährende Wandkalender verspricht Einfachheit und Ökonomie der Mittel, er stellt ein gelungenes Experiment mit Material und Funktion dar.

Danese Formosa von Enzo Mari für Danese Milano
Ein Klassiker unter den Designkalendern, Bestehend aus einer Aluminium-Grundplatte und PVC-Blättern zum Wechseln. Dank der zeitlosen schlichten Optik und durch das immerwährende Kalendarium ist er auf besondere Weise stets aktuell.

Danese Timor von Enzo Mari für Danese Milano
Ein Tischkalender vom Italiener Enzo Mari, entworfen 1967. Die elegante, schlichte Form, die gut lesbare Typographie und das immerwährende Kalendarium machten den Danese Timor zum Kultobjekt.

Die Kalenderuhr von Fleming Bo Hansen für Rosendahl
Aus schwarzem Kunststoff und Stahl geformt zeigt diese »Digitaluhr« das Datum und die Uhrzeit an. Entworfen wurde sie von Flemming Bo Hansen, einem dänischen Designer und Goldschmied.

Softwall von Gebhards/ Glücker für B&B Italia
Wohnskulptur und gleichzeitig ein formschöner Raumteiler, 2002 gestaltet von Carsten Gebhards und Andreas Glücker. Das mit Filzstoff bespannte Metallgestell nimmt Gegenstände, die eher selten benutzt werden, sich in auf. Trotzdem sind diese immer sichtbar und griffbereit.

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VORTEILE EINES PRINTKALENDERS
Es wäre wohl überaus praktisch, könnte man seinen Kalender mitsamt allen Skizzen, Aufzeichnungen und gesammelten Materialien einfach mit einem Taschenscanner digital verfügbar machen. Dies würde den Rahmen unserer Möglichkeiten
sprengen. Und es ist nicht unser Ziel!
Denn die Menschen – und vor allem die kreativ begabten – brauchen das optische und haptische Erlebnis, die reelle Sicht der Dinge, um deren Stimmung, Atmosphäre und Wirkung schnell erfassen zu können. Sie brauchen Platz, um sich auszubreiten, schnellen, direkten Zugriff auf wichtige Informationen und wollen immer ein Blatt Skizzenpapier griffbereit haben. Ein mehr oder weniger kleiner Bildschirm wäre hier nicht ausreichend. Blättern in realem Papier ist schneller als Scrollen mit der Maus, und das schnelle, intuitive Skizzieren am Computerbildschirm bleibt auf absehbare Zeit unmöglich.

… passt besser in die moderne Gesellschaft

… keine Probleme bei der Bedienung

… bessere Möglichkeiten, sich die Notizen einzuprägen

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VARIATIONSMÖGICHKEITEN
Um das Produkt möglichst breit zu vermarkten, können mehrere individuelle Lösungen auf den Markt gebracht werden.
Dabei kann generell zwischen Variation in der Gestaltung und Variation im Material unterschieden werden: Durch verschiedene Kalenderfolder-Designs können bestimmte Zielgruppen direkt angesprochen werden. Beispielsweise reduzierte Formen für Architekten, oder Folder mit sehr knalligen, poppigen Farben und vielen Kreativitätstechniken in den Aufgaben für Werbeagenturen. Mit unterschiedlichen Materialien (wie verschiedene Papiersorten, unterschiedlichen Metallen oder Hölzern) könnte man Luxury- oder Economy-Versionen des addpick-Kalenders lancieren, und somit den Kundenkreis erheblich vergrößern. Durch Kombination von verschiedenen Materialien und Preisausführungen kann jeder Kunde seinen Wunschkalender zusammenstellen, ähnlich wie beim Neuwagenkauf. Dadurch, und nicht zuletzt durch die individuelle Gestaltung über das Jahr hinweg, entstehen Unikate. Es wäre sogar denkbar die Kalender zu personalisieren. Dadurch kann man neue Werbeträger, beispielsweise für Agenturen oder Designbüros, schaffen.

Wandhalterungen

Weiteres Möglichkeiten, die Kalenderblätter (individuell) zu gestalten:

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VERMARKTUNG
Bei den addpick-Kalendern ist das Kundenbindungspotential sehr hoch. Wenn der Kunde einmal in die Paneele und die Wandhalterungen investiert hat, muss er im nächsten Jahr nur noch neue Folder kaufen. So kann man von einer hohen Anzahl an treuen Stammkunden ausgehen.
Die Idee dieses Wandkalenders ist so weit ausgestaltet, dass prinzipiell von einer Serienreife gesprochen werden kann. Als problematisch könnten sich lediglich manche Herstellungskosten erweisen. Die Metallhalterungen würden in einer Serienfertigung (mit Standardmaschinen, also ohne eigens angefertigte Produktionsstrassen) immer noch ca. 10 Euro pro Stück kosten. Aus Plastik gefertigt (z.B. im Spritzgussverfahren) könnten sie aber bei einer Serienproduktion sicherlich kostengünstiger hergestellt werden.
Auch die Herstellung der Paneele per Hand ist relativ zeitaufwendig und damit teuer. Eine Säge kann nicht für alle Schnitte angewandt werden. Für eine größere Stückzahl könnte man jedoch eine maßgenaue Stanzform anfertigen lassen.

Die Folder können in einem vertretbaren Kostenrahmen seriell gedruckt, gefalzt und geheftet werden. Die auf den ersten Blick hohen Anschaffungskosten relativieren sich also im Laufe der Jahre.

Packungs- und Gebindegrößen
Das Starterset würde bestehen aus:

Erweiterungssets, die jederzeit zugekauft werden können:

Diese Packungen werden jeweils in Pappschachteln mit quadratischer Grund fläche verkauft, ähnlich Puzzleschachteln.

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